Vancouver – Hotel, Food und eine Tour

Bis vor einer Weile, na ja, bis jetzt, machte ich mir bei und von allen Reisen Notizen, wo wir nächtigten und assen. Legte die Notizen irgendwohin und…. fand sie nicht mehr. Nachdem mich immer mehr Leute nicht nur nach Restaurant-Tipps für Zürich (you can call me Wirtschaftsberatung Bucher, die Idee für noch einen Restaurant-Führer liegt äusserst nahe, aber a) gibt’s davon schon zuviel und b) werd ich den Teufel tun und meine Tipps jedermann mitteilen – dann hätte es ja keinen Platz mehr für mich – und das geht ja gar nicht) sondern auch nach “gutem Essen & Hotels andernorts fragen dachte ich mir, ich schreibe die Tipps gleich hier in den Blog, dann verlege ich sie nicht mehr und “man” kann gleich selbst hier nachlesen.

Im März war ich in Kanada, oben in Whistler an der TEDActive, die Reise führte auf beiden Wegen, hin und retour über Vancouver, wo ich ein paar Tage verbrachte. 

Übernachtet habe ich bei beiden Stops in Vancouver im Hotel Loden, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ein nettes, kleines Boutiquehotel, das Balsam für die Reiseseele ist. Schöne Zimmer, guter Service, ein Concierge, der seinen Job versteht und gut macht, ein nettes Hotel-Restaurant und ein gut bestücktes Fitness-Center. Ach ja, gut gelegen ist das Hotel auch noch; sollte man mal etwas weiter weg wollen hat das Hotel ein London Cab, in dem man gratis durch die Stadt chauffiert wird. Alles zu einem fairen Preis.

Zum Essen:
Ich hatte da auf dem Weg retour von Whistler nach Zürich in Vancouver einen Nachmittag Zeit (ausgeschlafen, die Einkaufsliste der Damen des Hauses abgearbeitet etc. pp. usw.) und ging, inspiriert von Hugo und Anais auf eine Foodie Tour (“Guilty Pleasures Gourmet Tour”).

Lustigerweise war ein grosser Teil der Tour in der Alberni Street, wo ich Foodie doch auf Empfehlung des Hotel Concierges schon eines Abends im Coast essen gegangen war.

Die Alberny Street war bis zu den Olympischen Spielen 2010 kulinarisches Brachland was sich dann aber schlagartig änderte.. Jetzt reiht sich Lokal an Lokal, einige (Gute) gehören zusammen, zur Glowbalgroup. Verschiedene Küchen, verschiedene Richtungen, aber alle wirklich gut.

Die Tour führte uns zuerst ins Restaurant Kirin, wo wir in paar sehr nette Dim Sum Samples bekamen.

Danach rüber zum noblen Italiener „Italian Kitchen“, der Burrata als Appetizer und danach Meatballs vom feinsten servierte.

Die 3. Station war kein Restaurant, sondern ein Laden namens Urban Fare an der Bute Street, sozusagen Whole Foods auf kanadisch. Wir probierten Weich- und Hartkäse, gepaart mit ein paar mittelprächtigen Weinen. Der Hartkäse war ein erstaunlich guter, „aged“ Gouda.

Nach dem Shop ging’s dann doch mal weiter weg von der Alberni Street an die Hornby Street ,wo wir in einem Sandwichladen namens Hubbub die weltbesten Pulled Pork Sandwiches mit einem herzhaften local draft Bier verspeisten Die Zubereitung des Fleisches für die Sandwiches dauert tatsächlich mehrere Tage („slow roasted pulled pork sandwich“) und der Aufwand lohnt sich definitiv.

Als letzte Station ging’s fast runter bis ans Meer, kurz vor dem Convention Center stoppten wir für ein kleines (ha!) Glace bei der Bella Gelateria. Ich war recht skeptisch, auch als unser Guide, Manuela erzählte, der gute Mann sei 2012 in Italien zum Gelaterio des Jahres gewählt worden. Bis ich dann die Schoggi-Glace probierte. Die haute mich weg. Dieser Wahnsinnige verarbeitet Material von Michel Cluizel, nicht zu knapp, gibt keinen Rahm, keine Milch dazu. Holy cow, war das gut.

Zusammengefasst: diese Foodie Tour ist eine gute & interessante Art, einen Nachmittag in Vancouver zu verbringen. Durchaus zu empfehlen, einfach nachher keine Pläne für ein Nachtessen machen – nach der Tour ist man für längere Zeit gut gesättigt.
Buchen hier . Ein Tipp für die Sparfüchse: Am Vortag der Tour gibt’s die Tickets im Office von Vancouver Tourism an der Burrard Street für 50% bei Ticket Tonight oder so (gleich links, wenn man reinkommt).

Weitere Essensempfehlungen in Vancouver:
Ebenfalls an der Alberny Street: Thierry Chocolate
Joe Fortes Seafood & Chop House (hier kann man übrigens auch sehr nett mit Schweizer A-Bloggern essen gehen…)
Das Bistro von Edible Canada, draussen auf Granville Island. As local und as good as it gets.

Und weil der Post so kurz wurde (ha ha ha) hier noch ein kleines Bilderrätsel: Was ist hier falsch?

Käse bei Urban Fare in Vancouver - was ist hier falsch?

Käse bei Urban Fare in Vancouver – was ist hier falsch?


(Urban Fare hatte tatsächlich auch Schweizer Käse..)

Ach ja, und noch ´n Tipp: nachmittags gibt’s in verschiedenen Lokalen „a buck a shuck“ – sprich eine Auster für einen Dollar. Dem Angebot sollte man nachgeben, so man denn Austern mag. Äs lohnt sich.

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