Gozo im Oktober

Fast freiwillig legen wir unsere Herbstferien seit ein paar Jahren und für “ein paar” weitere Jahre jeweils in die Schulferien. Toll (not). Dachten wir vorher, durchaus machbar, merken wir, seit wir das tun.
Des Sommers bleiben wir jeweils zuhause, denn im Sommer so der Sommer stattfindet, ist’s hier in Zürich so schön, dass man nirgendwo hin in die Ferien muss. Dafür fliegen wir dann jeweils im Herbst nochmals an die Wärme, halt eben eher spät und entsprechend weit runter südlich.
Die letzten beiden Jahre waren wir auf Zypern, dieses Jahr zog’s uns nach Gozo.

Wir (Ehre, wem Ehre gebührt: meine Liebste) fanden diesen Frühling bei Helvetic Tours ein sehr nettes Angebot, Flug und 5* Hotel, 9 Tage, zu einem absolut vertretbaren Preis – 3,2,1 – gebucht (online natürlich).

So flogen wir also anfangs Oktober nach Malta, liessen uns mit dem Auto zur Fähre nach Gozo und von dort ins Kempinski San Lawrenz chauffieren.
Einmal angekommen stellten wir fest: das Kempinski ist sehr schönes 5 * Hotel, etwas in die Jahre gekommen, aber das machte einen Teil des Charmes aus. Dazu freundliches Personal (die Gozoianer (???) waren eh auffallend freundlich), grosses, schönes Zimmer, sehr gutes Frühstücks-Buffet, 3 Pools, Kinderclub, 2 Restaurants für’s Nachtessen, Courtesy Bus an verschieden Orte auf der Insel, unter anderem zu den Stränden. Passt(e) bestens.

Was stellt man denn auf Gozo an (mit Kind im Schlepptau)?
– Wenig, sich erholen.
– Am Pool. Am Strand (der einzige Sandstrand ist übrigens die Ramla Bay).
– Eine Böötli-Tour um das Azure Window machen.
– Mit dem Velo und einem Guide die nähere Umgebung ansehen.
– Sonntags zur Basilika ta’ Pinu gehen (mei, hat’s da viele Leute in den Gottesdiensten! Da hat die katholische Kirche noch gut Kundschaft).
– Bus fahren (gut ausgebautes System, billig; Tageskarte kostet € 1.50, die Distanzen sind kurz)
Gut essen. Fisch und sonstiges Meeresgekröse natürlich. Im Oktober ist anscheinend Saison für Lambuki (Dorade) und den sollte man wirklich essen. Zum Beispiel im Tatitas in San Lawrenz neben der Kirche. Oder im Boathouse oder im Ta’ Karolina in Xlendi. Wohl auch im La Stanza im Hauptstädtchen; wir wollten hin, nicht nur wegen seiner Namensschwester in Zürich, sondern weil man uns glaubhaft versicherte, das Essen dort sei sehr gut. Aber leider war’s am letzten Ferienabend geschlossen. Jä nu).
– Tauchen könnte man wohl auch sehr gut auf, respektive um Gozo rum – waren wir aber nicht.

Lassen sollte man wohl das Autofahren auf der Insel, Linksverkehr, extrem enge Gässchen und die EU Subventionen haben noch nicht für die Erneuerung aller Strassen gereicht (freundlich gesagt).
Richtig Fahrrad fahren – siehe oben.

Speziell putzig ist übrigens auch die Sprache – klar basierend auf “etwas nordafrikanischen”, angereichert mit Teilen von Englisch und Italienisch.

Zusammengefasst: schön war’s, wir würden’s empfehlen.

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